Prognose: Eigener (Domain-)Name sichert die Zukunft im Netz

Die nun beschlossene Erweiterung des Internet-Namensraumes um Domain-Endungen, die sich auf Marken, Unternehmen, Produkte und Gemeinwesen beziehen, könne in absehbarer Zeit zu einer Neuorientierung im Verhalten der Internet-Nutzer führen, sagt Alexander Siffrin. Der Geschäftsführer der Key-Systems GmbH, einem ehemaligen Startup-Unternehmen aus dem Multimedia-Internet-Park Zweibrücken, erklärt, dass die neuen Domain-Endungen mittelfristig helfen könnten, das Profil einer Website zu schärfen und ihre Auffindbarkeit im Netz zu steigern. Die Platzierung der entsprechenden Internet-Adressen bei Anfragen über die Suchmaschinen werde, Dank des schon in der Domain enthaltenen Suchbegriffes, verbessert.

Seit 2008 hatte die oberste Internet-Verwaltung ICANN an der Umsetzung des nun beschlossenen, so genannten gTLD-Programmes gearbeitet; seit wenigen Wochen steht der Termin für ein erstes Bewerbungsfenster fest, innerhalb dessen Interessenten den gewünschten eigenen Domainnamen bei ICANN einreichen können. Ab dem 12. Januar kommenden Jahres beginne das Wettrennen um die werbewirksamen Domainnamen. Die Ergebnisse der ersten Sichtung aller eingehenden Bewerbungen werden im November 2012 veröffentlicht. Es sei, so Alexander Siffrin, bislang nicht abzusehen, ob und wann sich weitere Bewerbungsfenster öffnen. Fest stehe aber, dass sich die, mit dem Einreichen des eigenen Namenswunsches erhobenen Gebühren, im sechsstelligen USD-Bereich bewegen.

Nach Auskunft von Alexander Siffrin unterstützt Key-Systems interessierte Organisationen und Unternehmen dabei, das Potenzial einer eigenen Top-Level-Domain zu analysieren. „Die eigene gTLD kann zu einem weltweiten Werbeträger werden und damit eine Ankerposition in der gesamten Kommunikationspolitik eines Unternehmens einnehmen“, erklärt Siffrin. Weitere Vorteile seien der sichere Namensraum und die unverwechselbare Adressierung der User. Inhaber einer neuen gTLD können zudem über die Registrierungsrichtlinien und -prozesse in ihrem Namensraum selbst entscheiden und damit bestimmen, wer Adressen unterhalb der eigenen TLD registrieren und nutzen darf.


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